Wo über Geld geredet wird, verstehen viele Bahnhof

Geld – und unser Sprechen und Denken darüber – wäre viel wichtiger als alle anderen Themen in den Medien. Selbst die Flüchtlingskrise ist letztlich ein Resultat unserer Sicht auf das Geld. Wenn wir Krisen überwinden wollen, sollten wir uns als erstes mit Geld beschäftigen.

Der britische Romancier John Lanchester hat sich die Sprache des Geldes angeschaut – und ein phänomenales Buch darüber geschrieben.

Quelle: Wo über Geld geredet wird, verstehen viele Bahnhof

Asylwesen

Ein paar kluge Argumente zum Thema Flüchtlinge und Asylpolitik.

Toni Stadler arbeitete während Jahren in Flüchtlingslagern in Krisenherden auf der ganzen Welt. Heute sagt er, Migration kann die grundlegenden Unterschiede zwischen Armen und Reichen, zwischen Kriegsversehrten und Kriegsverschonten, nicht beseitigen. Diese Unterschiede müssen mit Entwicklungshilfe und politischen und wirtschaftlichen Reformmassnahmen in den betroffenen Ländern abgebaut werden. Nicht indem man möglichst viele Arme in reiche Länder umsiedeln lässt.

Quelle: «Ab einer gewissen Zahl bricht jedes Asylwesen zusammen» – Schweiz: Standard – tagesanzeiger.ch

Wie der IWF arme Staaten knechtet

Dorf Afrika

Der IWF knüpft seine Kreditvergaben an Bedingungen, die den Schuldnern schaden. Illustriert am Beispiel eines Dorfes in Afrika.

Artikel: Wie der IWF arme Staaten knechtet

Methoden, wie das Wirtschaftssystem seit Jahrhunderten die Menschen ausnimmt und sie ihrer Chancen beraubt, statt die sie zu unterstützen. Meist passiert das auf subtile Weise, das erst gar als gute Tat daher kommt. Die Folgen sind nur schwer rückgängig zu machen.

Entscheidend dabei ist nicht der Name oder die Rolle der Akteure, sondern ob in Summe Geld aus dem entsprechenden Kreis (Region, Gruppe) weg- oder zufliesst. Nur ist es leider häufig so, dass ein «Investor» Profit machen will und diesen Profit abzieht. Die Gegend oder Bevölkerungsgruppe wird dadurch zwangsläufig immer ärmer.

Wenn dann zusätzlich noch Leistungen kommerzialisiert werden und wie in diesem Fall für Wasser plötzlich bezahlt werden muss, entsteht ein zusätzlicher Geldmangel. Weil jetzt ja jedermann auch noch für Wasser zusätzlich etwas Geld in der Tasche haben sollte.