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Energie, nicht erneuerbar
 
 
Reichweite von Erdöl
Wie lange reicht das Rohöl?
Das Öl geht nie aus! Es wird vorher zu teuer!
Die Frage ist falsch gestellt! Sie lautet: Wie lange ist das Öl noch erschwinglich?

Ich sage: Nicht mehr lange: noch 10 bis 20 Jahre!
Erdöl wird definitiv teurer und auch teuer bleiben, da der übereinstimmende Tenor lautet, dass zusätzliche Förderkapazität nur durch mehr Investitionen möglich sind. Ausserdem sind gewisse Vorräte auch nur mit teurerer Technologie zugänglich.

  Der grösste Preistreiber ist der Markt. Das Angebot wird bald die Nachfrage nicht mehr befriedigen können, was die Preise rasch steigen lässt.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass es nur nach billigem Öl eine grosse Nachfrage gibt. Sobald das Öl teurer wird, wird nach Alternativen gesucht und in vielfältiger Weise auch gefunden:

  • Andere Energiequellen wie Gas, Kohle und erneuerbare Energiequellen
  • Spartechnik
   
Vorrat

Unsere Energievorräte sind begrenzt. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob diese in 20 oder 100 Jahren zur neige gehen. In beiden Fällen ist das histrorisch gesehen extrem bald! Wir tun gut daran, uns sofort Gedanken über Alternativen zu machen.

Die meist angegebene statistische Reichweite (wie lange reicht es theoretisch bei gleichbleibendem Verbrauch bis zum Schluss) von Vorräten ist nur die halbe Wahrheit. Denn die Fördermenge wird nicht bis zum Schluss aufrechterhalten werden können. Schon viel vorher werden Engpässe in der Versorgung eintreten und damit Preisanstiege die Folge sein.

Das Fördermaximum wird möglicherweise bereits Ende 2005 erreicht. Andere Quellen behaupten zwar, das dies erst in 10 bis 20 Jahren der Fall sein wird. Umso schneller wird es aber dannzumal ganz zu Ende gehen. Das ist umso bedenklicher, dass glaubhafte Alternativen nach wie vor fehlen.

     
Verteilung der Reserven

Die Grafik zeigt, dass Europa und Nordamerika bereits in rund 10 Jahren eigenes Öl ausgehen wird, sofern die Förderquoten beibehalten werden.

In 15 Jahren ist es auch in Asien soweit. Dabei ist nicht berücksichtigt, dass Asien einen riesigen Nachholbedarf hat. (Wirtschaftwachstum, Autos, Flugverkehr)

In 10 bis 15 Jahren gibt es also nur noch 4 Weltregionen mit namhaften Ölreserven. Alle anderen sind dann ausschliesslich auf Importe angewiesen. Weitere 10 Jahre später nur noch 2!

     
Konflikte
Kein Wunder also ist der Kampf um den Einfluss auf entsprechende Regionen bereits ausgebrochen. Stickworte: Golfkrieg, Afghanistan, Tschetschenien, etc.
     
Lösungen?
In dem Staaten sich ferne Ölquellen durch Krieg und politischen Einfluss zu sichern versuchen, schiebt das ware Problem nur ein paar Jahre hinaus, ist aber keine wirkliche Lösung.  
  Bedenklich dabei ist, dass kaum jemand wirkliche Lösungsansätze bereit hat. Am wenigsten die Politiker. Dazu wären Visionen notwendig, die deutlich über eine Amtsperiode hinausgehen.
Dabei spielt auch die Uneinigkeit im Vorgehen zwischen den Staaten eine grosse Rolle. So ist zum Beispiel schon längst klar, dass Flugpetrol wie Benzin besteuert werden müsste. Doch wenn das nicht alle wichtigsten Staaten weltweit gleichzeitig tun, wird es nicht funktionieren, da dann die Flugzeuge nach Möglichkeit dort tanken, wo es am billigsten ist.
 
 
Fazit
Abgesehen davon, dass die ungleiche Verteilung der Ölreserven unweigerlich zu Konflikten aller Art führen werden, werden diese Konflikte und andere politische Ausflüchte nur davon ablenken, dass es schon jetzt höchste Zeit wäre, sich ernsthafte Gedanken über Alternativen zu machen.  
 
Prognose
Die Weltpolitik wird sich kaum auf eine gemeinsame Lösung einigen können. Deshalb wird kurzfristig vielleicht Krieg entscheiden, langfristig aber der Markt, was nicht weniger brutal werden kann. Gut beraten sind Personen und Völker, die sich auf einen tieferen pro Kopfverbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen einstellen.
     
Links
Börsenbrief 26 von Marco Feiten u.A. über Hintergründe zum Öl  
Öl

 

Bei den Ölreserven wird die maximale Fördermenge möglicherweise erst in einigen Jahren erreicht. Dies ist allerdings nur möglich, wenn kräftig in neue Produktionsanlagen investiert wird. Ausserdem gibt es nur noch wenig Öl, dass mit geringem Aufwand einfach aus dem Bohrloch fliesst.

  Oelplattform
 
  • Dies bedeutet zunehmend steigende Preise bereits in den nächsten Jahren, entweder durch Investitionskosten oder durch Förderengpass und durch generell aufwendigere Fördermethoden verursacht.
  Oelplattform
 
  • In 5 bis 10 Jahren wird der Preis kräftiger zu steigen beginnen, weil dann trotz Mehrinvestitionen nicht mehr genug Öl gefördert werden kann. Dieser Effekt wird einerseits dadurch abgeschwächt, dass durch höhere Ölpreise weitere Investitionen wieder interessant werden und da die Nachfrage an Öl gebremst wird, weil die Verbraucher sparsamer damit umgehen.
   
 
  • Einen Ölpreis zu prognostizieren ist schwierig. Voraussichtlich sehen wir aber noch vor dem Jahr 2010 das erste Mal 100 USD pro Fass.
  • Spätestens ab 2015 wird der Ölpreis dauerhaft über 100 USD pro Fass sein. Das hängt vor allem daran, dass nur noch wenige Regionen noch nahmhafte Reserven haben werden.
  • Ab 2030 wird das Öl so teuer, dass es zunehmend uninteressant wird, im Vergleich zu anderen Energiequellen.
 

Vorausgesetzt allerdings, dass nicht bereits eine grosse Wirtschaftskriese um sich greift, oder ein anderes Grossereignis eintritt.
Es ist im weiteren nicht ausgeschlossen, dass man schon bald nicht mehr in Dollar abrechnen wird.
Einen vorläufig oberen Anschlag für den Ölpreis sehe ich bei maximal 200 USD. Ganz einfach deshalb, da mit diesem Preis fast alle erneuerbaren Energien mithalten können.

(Oktober 2008: Inzwischen ist das ja alles bereits Geschichte. Der Ölpreis überschritt bereits die 100 USD-Marke und die Wirtschaftskrise ist auch schon ausgebrochen.)

 
 
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