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Biomasse

Die Umwandlung von Sonnenlicht in Biomasse geschieht mit einem Wirkungsgrad von ca. 1%. Das würde schon rein theoretisch ein Mehrfaches der heutigen Landwirtschaftsfläche benötigen, um den weltweiten Energiebedarf alleine aus dieser Quelle decken zu wollen.
Es macht allerdings Sinn, ohnehin anfallende und nicht weiter verwertbare Biomasse zu nutzen. Der Anteil an der Weltenergie wird deshalb auf etwa 10% Prozent beschränkt bleiben.

Biomasse wird in verschiedenen Formen genutzt: Holz, Biogas, Biodiesel, etc.

 
Sunfuel

Treibstoffe aus Grünabfall oder für diese Zwecke gezüchtete schnellwachsende Pflanzen.

Die Ackerflächen, die nicht für Lebensmittel benötigt werden, werden nicht ausreichen, um sämtliche fossilen Energieträger zu ersetzen.

Trotzdem plant VW und DaimlerChryler, voraussichtlich zusammen mit Shell, in der Ukraine solche Anlagen.

Vorläufig ist Sunfuel noch sehr teuer. Am ehesten ist es sinnvoll, landwirtschaftliche Abfälle zu verarbeiten. (Siehe: Stroh). Extra gepflanztes dürfte einen zu hohen Anteil an grauer Energie haben.

Sunfuel hätte verschieden Vorteile:  
  • CO2 neutral
  • keine Probleme mit Schwermetallen und Schwefel in den Abgasen
  • Katalysatoren, bzw. Partikelfilter sind nicht mehr notwendig
Biokraftstoffe im Vergleich auf Bild klicken!
mit Weizen heizen?
Es gibt tatsächlich Leute, die denken laut darüber nach, Weizen statt Öl zu verbrennen, aus dem einzigen Grund, da Weizen billiger ist als Heizöl. Abgesehen davon, dass es in meinen Augen moralisch nicht verantwortbar ist, ein so hochwertiges Lebensmittel einfach zu verbrennen, funktionert das nur, weil der Weizen vielfälltig subventioniert ist, das Öl aber mit einer Mineralölsteuer belastet ist.
Im Weizen stecken zudem erhebliche Mengen grauer Energie (z.B. Erdöl in Form von Dünger), so dass diese Lösung auch von der Gesamtökobilanz her keinen Sinn macht.
Eine Ausnahme sind Missernten und Krankheiten, also Weizen, der weder als Nahrungsmittel noch als Futter verwendet werden kann. Gesamtheitlich gesehen würde dann aber die Vergasung in einer Kompogasanlage mehr Sinn machen.
     
Stroh

Weltweit fallen rund 2 Gt Stroh aus der Getreideproduktion an. Etwa die Hälfte davon wird als Streu, Futter oder zur Bodenverbesserung benötigt. (Die überstehenden Stoppeln und Wurzeln auf den Feldern genügen als Humusbildner.)

Ungefähr 1 Gt Stroh pro Jahr stehen zur Erzeugung von Treibstoffen, Energie und Chemikalien zur Verfügung. Der Energieinhalt entspricht zur Zeit 3.7 % des Primärenergieverbrauchs. Allerdings entsprechen die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Stroh nicht den gegenwärtigen Standards. Man benötigt neue verfahrenstechnische Konzepte.

Ein Möglichkeit ist ein neues zweistufiges Verfahrenskonzept zur Gaserzeugung aus Biomasse, das die besonderen Eigenschaften von Stroh und anderen trockenen halmartigen Biomassen berücksichtigt. Die gehäckselten Partikel werden zunächst in einer Reihe von regionalen Schnellpyrolyseanlagen verflüssigt. Dabei fällt auch ein Teil an festem pulverförmigen Koks an, der mit dem Pyrolyseöl zu einem pumpbaren Slurry aufgeschlämmt wird, der sich besonders gut zur Lagerung und zum anschließenden Transport in eine zentale Anlage zur Gaserzeugung eignet und dort je nach Bedarf zu Methanol, Diesel oder anderen Chemikalien umgesetzt wird. Das unkonvertierte Restgas wird wirtschaftlich zur Elektrizitätserzeugung verbrannt. Nur eine Koproduktion von Synthesegas, Elektrizität und Wärme können die Wirtschaftlichkeit der Biomassenutzung sicherstellen.

Grosskraftwerk in Finnland Die Anlage hat eine Leistung von 265 MWel. Das entspricht einem Viertel eines Atomkraftwerkes.
Finnland war das erste europäische Land, das 1990 eine CO2-Taxe eingeführt hat. Das Land will bis 2010 den CO2-Ausstoss um 8% reduzieren.
 
 
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