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| Wirtschaft |
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06.11.00
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| Die Zukunft des Geldes |
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Das Geld der Zukunft basiert auf Dezentralbanken und Open Source, ist frei konfigurierbar und jeder Nutzer darf an verschiedenen Systemen gleichzeitig teilnehmen. |
22.03.09
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| Geldsystem am Ende? |
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Gerne machen uns die Finanzgurus glauben, nur sie hätten den Durchblick und alle anderen keine Ahnung von Geld. In jüngster Zeit ist es um ein vielfaches einfacher geworden, diese Behauptung zu hinterfragen und vielleicht sogar eine Reform vorzuschlagen. |
11.03.09
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| Radikalreform |
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Die Grameen Bank vergibt Kleinstkredite, ohne die Bonität der Schuldner zu prüfen. Das funktioniert. Im Westen dagegen haben wir ein ausgeklügeltes System bei der Vergabe von Krediten. In den USA hat es gründlich versagt. Warum? |
23.11.08
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| Mikrofinanz |
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Ein Geschäft für die Menschen statt für den Profit. (Nobelpreisträger Muhammad Yunus) |
25.11.07
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| Die Sache mit dem Warenkorb |
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Der Warenkorb stellt eine standardisierte Menge von allen wichtigen Produkten dar, die wir mehr oder weniger dringend zum leben brauchen. Dazu zählen insbesondere Nahrung, Kleider und Wohnen.
Aus dem Warenkorb wird dann ein Index abgeleitet, der etwas über den Preis und besonders der Veränderung des Preises von diesem Warenkorb aussagt. Aus diesem Index wiederum wird die Teuerung interpretiert und Lohnanpassungen verhandelt.
Soweit so gut.
Nun ist es aber so, dass der reale Warenkorb der meisten Menschen von diesem Durchschnittswarenkorb abweicht. Da heute sehr viele Haushalte einen Fernseher, ein Handy und einen Computer haben, geht auch der Wert dieser Gegenstände in den Warenkorb ein. Nun ist es aber so, dass sich der Preis der einzelnen Kategorien recht unterschiedlich entwickelt. Zum Beispiel werden Computer und Fernseher ständig billiger. Dies kompensiert zu einem grossen Teil den Mehrpreis, der für Wohnung und vor allem Nahrung und Energie ausgegeben werden muss.
Das bedeutet aber, dass für den ärmsten Teil der Bevölkerung, die sich keine Computer leisten können und sich deren Warenkorb hauptsächlich aus der Warenkategorie besteht, welche sich stark verteuert, die Teuerung viel höher ausfällt. Die Löhne werden aber nach dem Standardindex angepasst, was bedeutet, dass die Armen real ständig weniger verdienen und noch ärmer werden. Das Umgekehrte gilt für den reicheren Teil der Bevölkerung.
Abschliessend möchte ich noch zu bedenken geben, dass diese Entwicklung möglicherweise nicht immer so weitergeht. In den letzten 10 Jahren sind viele Produkte stark verbilligt worden, weil die Märkte geöffnet und Zölle abgeschafft wurden, bzw. die Ware in Billiglohnländer produziert wird. Dieser Prozess kann nicht ewig fortgesetzt werden. |
25.06.05
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| Zins |
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Ich denke, dass nicht der Zins das Problem ist, sondern der Umgang damit. Erstens ist er einem zu geringen Wettbewerb ausgesetzt und weiter gibt man einem Schuldner immer noch mehr Kredit, auch wenn er schon längst nicht mehr solvent ist.
Genauer, dieser Punkt ist gar nicht so einfach zu bestimmen. Ein echtes Problem ist der Zins erst, wenn eine Überschuldung eintritt und das divergierende Verhalten des Systems nicht mehr aufzuhalten ist.
Ein weiteres Problem ist, zumindest in einigen Ländern, dass man mit Steuern dafür bestraft wird, wenn man versucht, sich schuldenfrei zu machen. Um Schulden abzubauen muss man Gewinn machen, welcher zu versteuern ist. Dadurch entsteht Vermögen, dass wiederum zu versteuern ist. Bezahlt man ein Teil des Gewinns als Dividende aus, darf man den Gewinn sogar zweimal versteuern.
Schuldenabbau unterliegt letztlich einer Dreifachbesteuerung. Es ist also jeder blöd, der es macht...
Solange unser System auf Schulden basiert, wäre es allerdings auch fatal, wenn es leicht wäre Schulden abzubauen. Denn ohne Schulden gäbe es auch kein Geld mehr. |
16.04.05
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| Einflussgrössen für die Wirtschaft |
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Zur Zeit sind global gesehen der Dollar, das Öl und vielleicht der Euro die wichtigsten Einflussgrössen unserer Wirtschaft.
Der Dollar ist faktisch die Welt-Reservewährung: Etwa zwei Drittel aller offiziellen Währungsreserven werden in Dollar gehalten. Mehr als vier Fünftel aller Außenwirtschaftstransaktionen und die Hälfte der Weltausfuhr werden in Dollar abgewickelt.
Öl ist zur Zeit immer noch der wichtigste Energieträger. Energie ist der wichtigste Motor für die Wirtschaft. Öl ist aber sehr ungleichmässig über den Globus verteilt und geht über kurz oder lang zur Neige. Und so wie es heute funktioniert, funktioniert es nur, wenn Energie billig ist.
Der Euro bedroht die Stellung des Dollars. Wenn die Öllieferanten anfangen sollten, ihr Öl in Euro statt Dollar zu verkaufen, hat das gravierende Folgen für die USA, was diese bestimmt nicht einfach so hinnehmen. |
28.06.05
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| Unterschied Kredit und Geld(-noten) |
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Wenn ich ein Guthaben auf der Bank habe, spielt es keine Rolle, ob sich dieses hauptsächlich aus Geldreserven der Bank oder als reiner Buchwert auf der Bank darstellt. Und beim Kredit gilt das analog.
Die Tatsache, dass die Banken Kredite "schöpfen" können, entzieht der Notenbank die Kontrolle über die Monetäre Masse (Kredit plus Geld). Wenn überhaupt, dann ist einzig dieser Aspekt zu beachten.
Der Konsum wird aber nicht in erster Linie durch die Summe von Geld und Krediten bestimmt, sondern durch die Umlaufgeschindigkeit. Also wie schnell gebe ich das verdiente Geld wieder aus. |
28.06.05
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| Spekulation |
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Ausserdem sehe ich in der ungedämpften Spekulation ein grosses Problem.
Spekulanten können über Nacht extrem reich werden, zumindest auf dem Papier. Das ungedämpfte Spekulieren führt zu Spekulationsblasen. Die Spekulanten spekulieren nämlich nicht auf einen zukünftigen realen Wert eines Papieres, sondern sie spekulieren auf einen erwarteten Handelswert. Und dieser muss mit der Realität nichts zu tun haben.
Man könnte auch sagen, sie spekulieren auf die Spekulation. |
28.06.05
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| Müntefering attackiert die Wirtschaft |
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SPD-Chef sieht in der "wachsenden Macht des Kapitals" eine Gefahr für die Demokratie
von Martin Lutz
Berlin - Wenige Wochen vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen hat SPD-Chef Franz Müntefering die Wirtschaft scharf attackiert. In einer Grundsatzrede zum künftigen SPD-Programm geißelte er die Macht des Kapitals. "Unsere Kritik gilt der international wachsenden Macht des Kapitals und der totalen Ökonomisierung eines kurzatmigen Profit-Handelns", sagte er bei einem Forum zum SPD-Programm in Berlin. Ein Parteitag im November soll es verabschieden.
Müntefering besinnt sich auf alte Parolen. Sein Motto läßt sich als ein "Zurück zur Tradition" beschreiben. So kritisierte er das Menschenbild privatwirtschaftlichen Handelns. Die Arbeitnehmer würden lediglich in Funktionen einkalkuliert - "als Größe in der Produktion, als Verbraucher oder als Ware auf dem Arbeitsmarkt". Diese abstrakte Logik schlage sich konkret im Handeln bestimmter Finanz-Unternehmen nieder. Firmennamen nannte er nicht. "Die international forcierten Profit-Maximierungs-Strategien gefährden auf Dauer die Demokratie", sagte Müntefering. Es liege im Interesse von Unternehmen, die sich für ihre Mitarbeiter und den Standort mitverantwortlich fühlen, diesen Entwicklungen "gemeinsam mit uns" entgegenzutreten.
in dieWelt.de
Mein Kommentar: Die Zahl und Popularität von Wirtschaftskritiker zieht immer grössere Kreise. Das ist erfreulich und stimmt optimistisch. Hoffen wir, dass konsensfähige Lösungsansätzen gefunden werden.
Gut möglich, dass nach der Friedensbewegung der 80er, der Umweltbewegung der 90er es nun Zeit ist für eine "Wirtschaftsbewegung". Die Zeit wäre reif. Denn die zunehmende Übermacht der Wirtschaft und des Geldes wird zwangsläufig Gegenreaktionen hervorrufen.
Nachtrag 10.11.2005: Sind die derzeitigen Krawalle in Frankreich bereits ein Anfang?
Vielleicht und hoffentlich beruhigt sich die Szene nochmals. Doch liefert sie einen Vorgeschmack, wie schnell sich soziale Unzufriedenzeit zum Flächenbrand entwickeln kann. |
14.04.05
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