70624 Energietrend

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Der globale Energieverbrauch ist auch im Jahr 2006 wieder angestiegen. Den grössten Zuwachs hat dabei die besonders klimaschädliche Kohle.
  • Der Erdölpreis ist im Berichtsjahr um weitere 20% gestiegen. Der Preisanstieg ist aber eine unvollständige Erklärung zum geringen Anstieg des Ölverbrauchs. Weiter Gründe sind: Es wird zunehmend schwierig, die erforderlichen Mengen zu fördern (Peakoil). In Amerika hat sich der Benzinpreis innert zwei Jahren verdoppelt. Obwohl der Preis immer noch deutlich unter europäischen Verhältnissen liegt, hat dieser psychologische Effekt in Amerika ein Umdenken ausgelöst.
  • Kohle ist besonders klimaschädlich. Ausgerechnet diese Ressource trägt fast die Hälfte zum Wachstum bei.
  • Weltweit wird das Erdgasnetz rasch ausgebaut. Es wird als die am wenigsten umweltschädliche Energieform der Kohlenwasserstoffe angesehen. Ab Zapfhahn stimmt das, allerdings gibt es keine verlässlichen Zahlen, wieviel CO2 bei der Gewinnung anfällt. Russische Gasfelder sollen bis zu 50% CO2 enthalten.
  • Der Zuwachs der Atomenergie ist unbedeutend. Je ein Atomkraftwerk in Indien und China gingen ans Netz. Gleichzeitig wurden acht Reaktoren in Europa stillgelegt.
  • Leider gibt es im BP-Bericht keine Zahlen zu den erneuerbaren Energien. In der Tabelle sind deshalb geschätzte Werte eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Unterschiedliche Zuwächse

Energie Marktanteil Wachstum 2006 Wachstumsanteil gesamt
Erdöl 33.6% + 1.0% + 0.35%
Kohle 26.2% + 5.2% + 1.35%
Erdgas 22.0% + 2.4% + 0.53%
Uran 5.5% + 1.3% + 0.07%
Wasserkraft 2.3% + 4.0% + 0.09%
Erneuerbare 10.5% + 2.4% + 0.25%
Total 100.0% + 2.64%

Anmerkung: Die erneuerbaren Energien, mit Ausnahme der Wasserkraft, werden von der BP-Studie nicht berücksichtigt. In der Tabelle sind die Werte umgerechnet auf den Umstand, dass die erneuerbaren Energien rund 10% des weltweiten Energieverbrauches ausmachen. Mangels Angaben zum Wachstum der Erneuerbaren wurde der gleiche Wert angenommen, wie die anderen Energieformen im Durchschnitt. In der BP-Statistik wird bei der Atomenergie und bei der Wasserkraft die Primärenergie auf Grund eines Kraftwerkwirkungsgrades von 38% berechnet. Da man beim Atomkraft die Abwärme (teilweise) nutzen könnte, beim Wasserkraftwerk aber gar keine Abwärme anfällt, ist diese Rechenweise nur bei der Atomkraft belassen und bei der Wasserkraft ist die effektiv erzeugte elektrische Energie eingesetzt.

[bearbeiten] Anteil am Weltenergieverbrauch

[bearbeiten] Reserven

Gemäss Oeldorado 2007 von ExxonMobile nehmen die Erdölreserven immer noch zu. Dies ist allerdings vorallem auf die GUS zurück zu führen, wo eigentlich schon bekannte Reserven nun bestätigt und in die Statistik aufgenommen wurden. Hingegen haben sich die Reserve nicht nur in Europa, Südamerika und Asien weiter verringert, sondern erstmals ist auch im Nahen Osten ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Auch beim Erdgas gingen in Europa, Nordamerika und Afrika die Reserven zurück. Auch hier haben die Korrekturen der GUS in der Summe einen leichten Zuwachs der Reserven bewirkt.

[bearbeiten] Quelle

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