Energiesparen

Aus ContexoWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter Berücksichtigung aller Fakten wird kein Weg an einem zumindest temporären massiven Energiemangel vorbeiführen. Energiesparem wird deshalb die am schnellsten und günstigsten umsetzbare Alternative sein. Das Potential ist in der Tat gewaltig.

Durch Energiesparen kann der Energieverbrauch in den Industrieländern ohne Komforteinbusse auf rund Viertel reduziert werden.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Aktueller Pro-Kopf-Verbrauch

Aus der nachstehenden Tabelle ist ersichtlich, dass die meiste Energie in Asien, Europa und Nordamerika verbraucht wird. Allerdings ist der Energieverbrauch pro Kopf in Asien fast zehn mal geringer als in Nordamerika. Es ist deshalb offensichtlich, dass Nordamerika (USA) und Europa den weltweiten Energieverbrauch am effektivsten beeinflussen können. Der immer noch sehr tiefe Pro-Kopf-Verbrauch in Asien kann nicht weiter reduziert werden, insbesondere wenn man auch diesen Ländern eine vernünftige wirtschaftliche Entwicklung zugesteht.

Region Bevölkerung Energieverbrauch pro Einwohner Leistung
[TWh/a] [kWh/a*Kopf] [W/Kopf]
Afrika 933'448'000 3'300 3'500 400
Asien 3'712'528'000 39'200 10'500 1'200
Europa 809'625'000 39'300 48'500 5'540
Mittlerer Osten 193'453'000 5'800 30'000 3'400
Nordamerika 334'538'000 31'200 93'400 10'700
Latein Amerika/Karibien 556'607'000 6'800 12'200 1'400
Ozeanien / Australien 34'470'000 1'800 51'700 5'900
Total 6'574'667'000 127'400 19'380 2'200


Energieverbrauch nach Regionen
Energieverbrauch nach Regionen
Die Entwicklung von effektiven Spartechnologien ist auch deshalb äusserst wichtig, da Regionen wie Asien von Anfang an darauf setzen müssen. Es ist nicht auszudenken was passiert, wenn die asiatische Bevölkerung (mehr als 50% der Weltbevölkerung) einen ähnlichen Energiebedarf wie Europa erreicht. Der weltweite Primärenergiebedarf würde alleine dadurch mehr als verdoppelt!

Stattdessen ist die 2000-Watt-Gesellschaft anzustreben. Damit könnten alle Menschen auf einem hohen Lebensstandard leben, ohne dass der weltweite Energiebedarf massiv zunehmen würde. Der Energiebedarf würde dadurch "nur" noch um den Faktor 1.5 zunehmen, wegen des Wachstums der Weltbevölkerung auf ein erwartetes Maximum von knapp 10 Mia.

[bearbeiten] Mögliche Sparmassnahmen

[bearbeiten] Beiträge verschiedener Massnahmen

An dieser Stelle soll der Beitrag verschiedener Massnahmen zum Energiesparen bewertet werden. Zum Beispiel ist es relativ einfach ein Haus so zu bauen, dass es noch etwa 10% des heutigen durchschnittlichen Verbrauches benötigt. Da Haushalte und insbesondere die Gebäudeheizung rund ein Drittel der Primärenergie verbrauchen, ist der Spareffekt hier markant.

Andererseits kann in der Mobilität der Endverbrauch aus physikalischen Gründen rund 100Wh/tkm (PW) nicht unterschreiten. Hier kann allerdings an der gesamten Wirkungsgradkette gearbeitet werden. Das Potential ist denn auch tatsächlich gross, ist doch der Wirkungsgrad eines Autos mit Verbrennungsmotor meist weit unter 20%.

Es gibt unzählige Massnahmen, um Energie einzusparen. Auf dieser Seite wollen wir aufzeigen, welche Methode welchen Beitrag zur Gesamtverbrauchreduktion beiträgt und welcher Aufwand dafür geleistet werden muss.

[bearbeiten] Zusammenfassung der Resultate

Thema Einsparpotential entspricht etwa Zeit bis wirksam Bemerkungen
Hybridfahrzeuge bis zu 10% der gesamten Primärenergie! Selbst mit politischem Willen dürfte die Umstellung aller Fahrzeuge bis zu 30 Jahre dauern. Auch Hybridantriebe allein lösen das Energieproblem nicht. Der Gesamtbeitrag am Einsparpotential ist allerdings erheblich.
Elektrofahrzeuge bis zu 30% der gesamten Primärenergie! Selbst mit politischem Willen dürfte die Umstellung aller Fahrzeuge bis zu 30 Jahre dauern. Elektrofahrzeuge benötigen rund 15 mal weniger Primärenergie. Der Flächenverbrauch für die Stromerzeugung ist 300 mal kleiner als der Flächenbedarf für Biodiesel für herkömmliche Fahrzeuge. 95% aller Autofahrten sind kürzer als 50 km und können deshalb problemlos mit reinen Elektrofahrzeugen bewältigt werden.
Verbot von Glühlampen in Europa 64 TWh allein in Europa 7 Atomkraftwerke oder 7000 grosse Windgeneratoren ab sofort signifikant, in 5 Jahren abgeschlossen Diese Massnahme spart bei hochwertiger elektrischer Energie. Es zahlt sich sogar für den Konsumenten aus, denn die Kosten für die eingesparte Energie sind erheblich grösser als der Mehrpreis für die Sparlampen.
Effizienz von Elektromotoren 20 - 30% wirtschaftliches Effizienzpotential im Durchschnitt einige Jahre bis zur Einführung; 30 Jahre bis gesamte Umstellung. 40% der elektrischen Energie wird für Motoren verwendet.

.

[bearbeiten] Verbot von Glühlampen

[bearbeiten] Meldung

Derzeit werden jährlich rund zwei Mrd. Glühlampen in der EU verkauft, 75 Prozent davon an private, der Rest an kommerzielle Nutzer, berichtet Philips. 80 Prozent der Beleuchtung in privaten Haushalten besteht immer noch aus Glühlampen. Bei einem Wechsel zu Energie sparenden Lösungen könnten europäischen Verbraucher rund fünf bis acht Mrd. Euro pro Jahr sparen, rechnet Philips vor. Zudem könnten rund 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Philips möchte die Debatte über die Abschaffung der klassischen Glühlampen im Rahmen der Beratungen über die neue EU-Richtline für Ökodesign (EUP) führen. Das Ergebnis der Initiative würde dabei helfen, das Ziel der EU, bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent der in Europa benötigten Energie einzusparen, zu erfüllen.

[bearbeiten] Berechnung Einsparpotential

Annahme: Da diese Lampenmenge jährlich verkauft werden, kann man über die typische Lebensdauer von 1000h abschätzen, wieviele Glühlampen aktuell im Einsatz sind.

- Lebensdauer Glühlampe: 1000h
- Gesamte Brenndauer der jährlich verkauften Lampen: 2000 Mia. Stunden
- angenommene mittlere Leistung: 40 W
- Annahme Einsparung gegenüber Sparlampen: 80%
- durchschnittle Gesamtleistung aller Glühlampen: 9.1 GW
- Einsparpotential: 64 TWh/a
- Produktion eines Atomkraftwerkes in einem Jahr: 8 TWh (z.B. Gösgen 2006)

Europaweit könnten demzufolge rund 8 Atomkraftwerke abgeschaltet werden, wenn sämtliche Glühlampen durch Sparlampen ersetzt würden.

Noch nicht berücksichtigt ist allerdings der höhere Energieaufwand der Sparlampen für deren Herstellung. Als erster Anhaltspunkt gilt: Pro Euro Bruttosozialprodukt werden im weltweiten Durchschnitt knapp 4 kWh Energie verbraucht. Die Lebendauer einer Sparlampe ist 10 x länger als eine Glühlampe. Der Preisunterschied etwa 10 Euro (= 40kWh).

Daraus folgt: Pro verkaufte Glühlampe werden rund 4 kWh (alle Energieträger) benötigt, um die entsprechende Menge Sparlampen herstellen zu können. Für 2 Mia. Glühlampen sind das 8 TWh, bzw. 1 GW Kraftwerksleistung, bzw. ein mittleres Atomkraftwerkes.

[bearbeiten] Zusammenfassung:

Energieeinsparpotential entsprechend  8.00 Atomkraftwerke
Zur Herstellung der Sparlampen      - 1.00
---------------------------------------------------------
Einparung innerhalb der EU:           7.00 Atomkraftwerke
=========================================================
Persönliche Werkzeuge