Geldsystem

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Jahr 2008: Unser Wirtschaftssystem ist offensichtlich am Ende.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Zusammenfassung

Gerne machen uns die Finanzgurus glauben, nur sie hätten den Durchblick und alle anderen keine Ahnung von Geld. In jüngster Zeit ist es um ein vielfaches einfacher geworden, diese Behauptung zu hinterfragen. Den ganz offensichtlich haben auch die Gurus nicht den vollen Durchblick.

Man sollte aber meinen, dass ein faires Wirtschaftsystem so einfach sein müsste, dass es von den meisten verstanden werden kann. Sonst ist doch was faul!

[bearbeiten] Zweck einer Währung

Geld (hier für: Münzen, Banknoten und Bankkonten) sollte nur Tauschmittel sein, das einen fairen Warentausch ermöglicht. Also einen erweiterten Tauschhandel, flexibel, auch in der Zeit.

[bearbeiten] Fehler des aktuellen Systems

  • Die Kontrolle der Geldmenge liegt nicht in der Hand des Staates. Selbst die Nationalbank hat nur beschränkten Einfluss, da das meiste Geld in Form von Krediten von den Geschäftsbanken aus dem Nichts geschöpft wird.
  • Die Profite (Zinsen) dieses selbst kreierten Geldes gehen in die privaten Hände derjenigen, die ohnehin schon zuviel haben. Selbst wenn der Staat Schulden macht, profitieren davon die Reichen.
  • Das Geld basiert auf Schulden - es gibt nur soviel Geld, wie es auch Schulden gibt. Es kann also nicht viele Reiche Leute geben, ohne dass es gleichzeitig viele arme Leute gibt.
  • Das Geld fliesst nicht dort hin, wo es am dringendsten benötigt wird, sondern dorthin, wo es sich selbst schneller vermehrt. Es erfüllt seine Aufgabe nicht, sondern dient vor allem sich selbst.
  • Die Nationalbank leiht Geld, für das sie einen Zins verlangt. Da dieses zusätzliche Geld für den Zins nicht existiert, muss weiteres Geld bei der NB aufgenommen werden. Das funktioniert nur einigermassen gut, wenn das System ständig wächst (Wachstumszwang).

[bearbeiten] Geldsystem 3.0

Wenn wir definieren, dass der Tauschhandel das Geldsystem 1.0 und das aktuelle Geldsystem die Version 2.xx hat, ist es nun an der Zeit für das Geldsystem 3.0.

Ein neues Geldsystem sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:

[bearbeiten] Geldmengenkontrolle in die Hände des Staates

Die Geldmengenkontrolle muss wieder zurück in die Hände des Staates. Der Zins dient dabei der Rückführung überschüssiger Liquidität. Gleichzeitig sind das Staatseinnahmen, welche die Einkommenssteuer ersetzen könnte.

[bearbeiten] Schuldenfreier Staat

Da der Staat die Geldmengenkontrolle hat, muss er sich selber auch keine Zinsen bezahlen, zumindest nicht an reiche Investoren. Natürlich besteht die Gefahr, dass der Staat durch übermässige Geldverteilung eine Inflation auslöst. Dies muss mit geeigneten Mitteln kontrolliert und verhindert werden.

[bearbeiten] Geld soll nicht auf Schulden beruhen

Das kann dadurch gelöst werden, dass der Staat ein Teil des Geldes zinslos unter der Bevölkerung verteilt. Dieses Geld soll aber nicht (durch Reiche) angehäuft werden können. Es könnte z.B. durch Besteuerung über einem bestimmten Betrag an den Staat zurückfliessen, wenn es nicht benötigt wird.

[bearbeiten] Reines Instrument zur fairen Messung von Leistung

Geld soll in erster Linie ein reines Instrument zur fairen Messung von Leistung darstellen.

[bearbeiten] weiterführende Artikel

[bearbeiten]  »Das schlimmste Gesetzesverbrechen aller Zeiten« – Wie eine Bankenclique die Macht in den USA übernahm

Michael Grandt

Im Jahre 1913 gelang es einem privaten Bankenkartell, mittels eines konspirativ vorbereiteten Handstreichs, das amerikanische Parlament zu überlisten und die Kontrolle über die Währung zu erlangen.

»Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.«
Diese prophetischen Worte des Großbankiers Mayer Amschel Rothschild sollten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts recht unheilvoll in den Vereinigten Staaten bewahrheiten und bis heute nachwirken.

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[bearbeiten] Nachhaltige Regierung: Finanzierung eines »neuen« New Deal

Ellen Brown

Jetzt, da sich der 44. US-Präsident auf seinen Einzug ins Weiße Haus vorbereitet, gibt es eine Klemme im Bankgeschäft, hängen einige der größten Banken des Landes am Tropf, und sind die drei größten Autoproduzenten pleite. Die Immobilienmärkte brechen ein, und genau das Gleiche passiert auch mit der Wirtschaft.

»Jetzt geht es nicht um ›big government‹ oder ›small government‹. Mir geht es jetzt darum, eine klügere Regierung zu bilden, die sich auf das konzentriert, was funktioniert.« 
Barack Obama, 26. November 2008

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