Klimawandel

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Der Klimawandel existiert

Der Klimawandel kann an folgenden Phänomenen beobachtet, bzw. mit ihnen erklärt werden:

  • weltweites Abschmelzen der Gletscher
  • Abschmelzen der Polkappen mit möglichem Kippeffekt
  • Veränderungen des Golfstroms und sein Einfluss auf das Klima
  • Der CO2-Gehaltes der Luft überschreitet den höchsten in den letzten 800'000 Jahren nachweisbaren Wert massiv (gemäss neuesten (2008) Eis-Bohrungen in der Antarktis auf 3270m Tiefe)
  • messbarer Anstieg der Weltmeere in den letzten 100 Jahren
  • Veränderungen des Ökosystems: Vegetation wandert nach Norden, Änderung der Routen der Zugvögel
  • Rückgang des Permafrostes im hohen Norden und in den Alpen
  • Dramatische Klimaänderungen mit vermehrter Tendenz zu Extremen wie Trockenheit, Hurrikans und Überschwemmungen
  • Meeresklima: Korallensterben
  • Beschleunigtes Ansteigen des Meeresspiegels

[bearbeiten] Mögliche Ursachen

Treibhausgase
Treibhausgase
Als wahrscheinlichste Ursache für die Klimaerwärmung gilt der Treibhauseffekt, welcher durch die Treibhausgase hervorgerufen wird. Als wichtigstes Treibhausgas gilt das CO2. Methan wird zwar in geringeren Mengen ausgestossen, doch sein Treibhauseffekt ist viel höher als CO2.

Weitere, zum Teil noch schwach erforschte Ursachen:

  • Strahlungsantriebe
    Strahlungsantriebe
    Verschiedene Effekte haben einen unterschiedlichen, zum Teil auch abkühlenden Effekt auf das Klima. Die Grafik nebenan zeigt den Beitrag der wichtigsten Strahlungsantriebe im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Mit 90%iger Sicherheit liegt der jeweilige Wert im Bereich des scharzen Balkens.
  • Gemäss neuesten Berichten im Oktober 2007 kann ein erwärmtes Meer weniger CO2 absorbieren und verstärkt deshalb die Klimaerwärmung noch mehr als erwartet.
  • Aerosole (feste und flüssige Schwebeteilchen) entstehen durch natürliche Vorgänge wie Sandstürme oder Vulkanausbrüche. Aerosole werden heute allerdings auch durch vielfältige Tätigkeiten des Menschen erzeugt. Durch Industrieabgase, Auspuffgasen, Heizungen oder Brandrodungen. Dieser Smog hat vielfältige Auswirkungen. Neben dem Treibhauseffekt kann er durch die zusätzlichen Kondensationskeime in der Luft zu vermehrter Wolkenbildung führen.
  • Landnutzung
    Landnutzung
    veränderte Landnutzung; Das Acker und Weideland ist in den letzten 100 Jahren von 10% auf 40% der Landoberfläche angewachsen.

[bearbeiten] Kritik

Inzwischen wird nur noch von den wenigsten Wissenschaftler bestritten, dass sich die Erde erwärmt. Schon eher wird angezweifelt, ob die gemessene Erwärmung wirklich nur Ursachen in der menschlichen Aktivität hat oder ob andere Faktoren nicht eine grössere Rolle spielen. Einige fragen sich sogar, ob die Auswirkungen so dramatisch sind, wie vielfach geschildert. Lomborg behauptet sogar, dass die CO2-Zunahme mit oder ohne Massnahmen sowieso stattfinden wird (mit Massnahmen bloss etwas verzögert) und wir uns deshalb besser das ganze Geld in Massnahmen gegen die Auswirkungen investieren würden. (Dagegen spricht allerdings, dass der UNO-Klimabericht zu einem durchaus optimistischeren Schluss kommt.)

Folgende Faktoren sind tatsächlich noch ungenügend erforscht:

  • Die Entwicklung des Wärmehaushaltes der Ozeane ist noch völlig ungenügend simulierbar. So können die Forscher den El Niño-Effekt bis kurz vor dessen Auftreten nicht voraussagen.
  • Es ist sehr schwierig, natürliche Klimaschwankungen auzufiltern.
  • Wolkendecken werden mit einer Auflösung von 200km simuliert. Reale Wolken sind aber oft viel kleiner. Wolken sind überhaupt extrem schwierig zu simulieren, da sie je nach Höhe, Temperatur, Dichte und Tageszeit entweder das Sonnenlicht reflektieren (Kühleffekt) oder die Abstrahlung der Erde verhindern (Aufheizeffekt).

Andererseits haben wir keine Zeit mehr, um noch mal einige Jahrzehnte zu warten, um unsere Modelle zu überprüfen.

[bearbeiten] Kommentar

Es wird wohl nie zweifelsfrei geklärt werden können, ob der CO2-Anstieg vom Menschen verursacht wird oder natürliche Ursachen hat. Oder ob gar die Klimaerwärmung den CO2-Anstieg bewirkt und nicht umgekehrt.

Zuviele Interessen sind bereits mit dem Thema verknüpft, als dass noch eine objektive Meinung zu erwarten wäre. Zehntausende von Arbeitsplätzen profitieren schon heute. Selbst die Atomlobby benutzt das Thema für ihr Anliegen.

Letztlich ist dies gar nicht so relevant, ob der CO2-Ausstoss schädlich ist oder nicht, denn das Problem liegt an einem anderen Ort. Die Kohlenwasserstoffe (Öl, Gas, Kohle) werden uns über kurz oder lang ausgehen. Mit zunehmenden Anstrengungen (und dadurch bedingten höheren Preisen) kann der Abbau noch eine Weile beschleunigt werden. Doch umso schneller ist irgendwann Schluss. Dies hat auf unser Wirtschaftssystem, welches auf einem hohen Energieeinsatz basiert, erhebliche Auswirkungen. Wir tun also gut daren, rechtzeitig nach Alternativen Ausschau zu halten. Und diese sind vorhanden: Die Neuen Erneuerbaren Energien zusammen mit einer effizienteren Nutzung der Energie.

[bearbeiten] Weblinks

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