„Der kontrollierte Bankrott“ – wirklich?

Der Autor des verlinkten Artikels meint:

Unser Wirtschaftssystem floriert auf der Basis des Ruins. Die aufgeschobene Insolvenz ist seine Geschäftsgrundlage. Schulden werden nicht mehr getilgt, sondern mit neuen Schulden ins Unendliche verlängert.

Zu diesem Schluss kann man kommen, wenn man im klassischen BWL-Denken die Lage analysiert.

Wenn man jedoch den Wirtschaftskreislauf vom Warenfluss und den Investitionen her betrachtet, kommt man zu einem anderen Ergebnis. Wenn wir Wohlstand mal auf Warenfluss und funktionierende Infrastruktur vereinfacht denken, so kann es doch im ersten Moment egal sein, was mit dem Geldfluss passiert, solange die Waren „fließen“. Offenkundig ist es auch wichtiger, dass die Infrastruktur funktioniert, z.B. Strassen, als wie viel Schulden der Staat gerade hat. Ohne funktionierende Strassen wird er die Schulden sowieso nicht mehr los.

Fazit: Die Wirtschaft von der Seite des Warenflusses, Dienstleistungen und Infrastruktur her bewerten und nicht von der Seite des Geldes und den Schulden. Bestimmt kommt man dann auch zu anderen Schlüssen, wie mit Geld, Vermögen und Steuern anders umgegangen werden muss.

Quelle: Der kontrollierte Bankrott

Die Welt neu denken – Buchneuerscheinungen – derStandard.at › Kultur

Maja Göpel vom Wissenschaftsbeirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) berät die deutsche Bundesregierung und bereitet komplexe Zusammenhänge verständlich auf.
REZENSION von Christian Felber 
Der rote Faden durch das Buch sind die Dogmen der Wirtschaftswissenschaft, welche die Politökonomin systematisch dekonstruiert. „Wenn wir die Welt neu denken wollen, müssen wir bis zu den gedanklichen Fundamenten zurückgehen, auf denen die uns heute geläufige Welt aufgebaut ist.“

Quelle: Die Welt neu denken – Buchneuerscheinungen – derStandard.at › Kultur

Globalisierung: Unser schicker Kapitalismus mit tödlichem Antlitz | ZEIT ONLINE

Der unten verlinkte Artikel ist zwar etwas oberflächlich und wie so oft kommt nach dem Anprangern wenig in Richtung Lösungsansatz.

Ein Punkt ist jedoch bemerkenswert: Der (sinnlose) Wachstumszwang ist „nicht die menschliche Gier, sondern ein strukturelles Verhängnis, das dem Kapitalismus gewissermaßen eingenäht ist. Er ist dazu verdammt ist, Wachstum zu generieren, wenn er nicht in den Krisenmodus verfallen will.“

Und genau hier krankt der Artikel, denn wir müssen dringend dieses strukturelle Verhängnis erkennen, benennen und auflösen.

Quelle: Globalisierung: Unser schicker Kapitalismus mit tödlichem Antlitz | ZEIT ONLINE

„Wir riskieren den Fortbestand unserer Zivilisation“

„Wir sind ganz nahe an einem Notfall, weil wir fast keine Eingreifzeit mehr haben“, sagt Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber. Die Lebensbedingungen würden sich fundamental verschlechtern, falls die Erderwärmung unkontrollierbar wird – durch Kippelemente. Wir stellten sie in einer Serie vor – Teil 12 und Schluss.

Quelle: „Wir riskieren den Fortbestand unserer Zivilisation“

Shutdown – aber richtig!

von contexo

Die beschlossenen Massnahmen der Regierungen zeigen deutlich, dass man ein gewohntes System mit gewohnten Mitteln retten will. Nach der Coronakrise soll es möglichst dort weitergehen, wo man am Beginn der Krise aufhören musste. Das wird jedoch nicht nur sehr kompliziert, sondern auch extrem teuer.

Wenn schon Corona-Shutdown, dann aber richtig.

Warum nicht auch Zinszahlungen, Leasinggebühren, Wohnungsmieten, Stromrechnungen und Abzahlungsraten aussetzen, jedoch auch auf die Löhne verzichten (Entlastung von Unternehmen), die Fabriken und die Börse schliessen, einfach alles nicht Lebensnotwendige herunterfahren oder anhalten.
Als Kompensation müsste man einen relativ kleinen Betrag an jeden Bürger auszahlen, damit er sich die täglichen Dinge für die Grundversorgung besorgen könnte. Das wäre administrativ einfach, für alle am fairsten und vermutlich auch die billigste Variante, die Krise zu meistern.

Ausgaben der Menschen ändern, nicht nur die Einnahmen

Diese Idee basiert auf einem Grundeinkommen, geht aber für diesen Krisenfall konsequent noch einen Schritt weiter. Wieso sollen wir nur die Einkommen der Menschen betrachten und nicht auch die Ausgaben? Ein Vermieter kann doch relativ schmerzlos auf ein paar Monate Mieteinnahmen verzichten, vor allem, wenn er seinerseits auch den Hypozins aussetzen kann. Das gleiche bei einer Abzahlungsrate, Leasing, usw.

Kapitaleinkommen müssen auch beitragen

Ein Grundeinkommen oder mit Helikoptergeld kann man die Krise natürlich auch bekämpfen,  aber dann nimmt man die Fälle aus, denen es eigentlich am leichtesten fallen würde ein paar Monate zu verzichten, nämlich den Kapitaleinkommen aller Art. Warum sollen denn ausgerechnet diese weiter laufen?

Kognitive Dissonanz

Die beiden Aussagen «Wir brauchen Wirtschaftswachstum» und «die Wirtschaft macht den Planeten kaputt» stellen eine typische kognitive Dissonanz dar. Kein Mensch ist fähig, mit diesen beiden Gedanken im Kopf glücklich zu leben. Denn daraus leitet sich der Zwang ab, im Interesse der Wirtschaft die Zukunft der eigenen Kinder zerstören zu müssen.

Quelle: Kognitive Dissonanz

CO2-Konzentration nimmt rascher zu

Die Kohlendioxid-Konzentration in der Luft erreichte 2013 erstmals in der Menschheitsgeschichte 400 ppm. Besorgniserregend dabei ist, dass auch die jährliche Zunahme immer noch zunimmt. Von einer Trendumkehr sind wir entsprechend weit entfernt.

Gleichzeit warnen Wissenschaftler, dass ohne sofortige und deutliche Trendwende das Klimaziel von maximal 2 Grad Erwärmung nicht zu halten ist.

Hier kann man die aktuellen CO2-Werte jederzeit verfolgen.